Die geheimen Regeln des Finanz-Spiels Teil 2

Die „geheimen“ Regeln des Finanz-Spiels und wie Sie als Selfmade-Investoren davon profitieren.

Geldsystem Banken Bild 2

Wie viel Geld (Zahlungsmittel) gibt es in der Eurozone?

Gesetzliches Zahlungsmittel (Bargeld) wird ausschließlich von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgegeben. Es besteht aus Banknoten und Münzen. Diese Banknoten und Münzen werden mit Zahlen versehen und erhalten so ihren gesetzlich festgelegten Wert.

Bis zum September 2015 hat die EZB über eine Billion (1.077.905.020.513) Euro in Form von Banknoten und Münzen herausgegeben. Da es wahrscheinlich vielen Menschen schwer fällt sich eine Billion vorzustellen, werden wir es „verbildlichen“. Würde Sie eine Billion Euro in Form von 500,- € Banknoten aneinander reihen, ergäbe das eine Strecke von ca. 190 km. Diese Summe an Bargeld reicht von Flensburg bis nach Bremen!

Das ist an sich nicht weiter spannend. Vergleichen wir aber diese Zahl mit der folgenden, ergeben sich interessante Fragen.

Wie viele Sparguthaben gibt es?

In der gesamten Eurozone gibt es zurzeit rund 11 Billionen (11.000.000.000.000) Euro an Spargutgaben. Diese Guthaben befinden sich auf Konten und in Sparverträgen bei Banken, Versicherungen und Bausparkassen. 11 Billionen hören sich viel an, aber auch diese Summe können sich nur wenige Menschen vorstellen. Damit Sie sich ein Bild von 11 Billionen Euro machen können, reihen wir wieder 500 € Banknoten aneinander.

11 Billionen Euro in Form von 500 € Banknoten ergeben eine Strecke von rund 2000 km. Das entspricht ungefähr der Distanz zwischen Flensburg und Algier (Algerien/Nord-Afrika).

Vergleichen Sie jetzt beide Zahlen miteinander, fällt Ihnen sicherlich auf, dass die Menge an Bargeld (1 Billion Euro) nur von Flensburg bis Bremen reicht. Die aktuellen Sparguthaben (11 Billionen Euro) sollen aber von Flensburg bis Afrika reichen.

Wie kann es mehr Ersparnisse geben, als Bargeld vorhanden ist?

Um eine einigermaßen verständliche Antwort zu erhalten, müssen wir zunächst ein hypothetisches Denkspiel machen.

Nehmen wir einmal an, alle Euro-Besitzer würden zur selben Zeit ihr gesamtes Bargeld bei den Banken einzahlen. Keiner hätte mehr Bargeld in der Tasche oder sonst irgendwo versteckt. Wir sprechen jetzt nur vom Bargeld (Banknoten und Münzen)! Alle Euro-Besitzer machen Online-Banking und bezahlen mit EC-Karte. „Was übrigens den Bankern und Politikern sehr recht wäre (siehe Griechenland). Aber das ist ein anderes Thema.“

Wenn also alles Bargeld auf Konten läge, dann dürfte es doch bei Banken und Versicherungen nur die rund 1 Billion Euro an Ersparnissen geben, oder?

Ein einfaches Beispiel zum Vergleich:

Wenn Sie alle Ihre Äpfel in eine Schale legen (z.B. 10 Stück), dann sind in Ihrer Schale 10 Äpfel. Nicht mehr und nicht weniger! Niemand könnte Ihnen weismachen, dass in der Schale 100 Äpfel wären!!!

Wie kann es dann sein, dass es rund 11mal so viel „Geld“ (11 Billionen Sparguthaben) auf Konten bei Banken und Versicherungen gibt, als Bargeld (1 Billion) von der EZB ausgegeben wurde?

Will man uns hier etwas weismachen?

Die Antwort auf die Frage lautet:

Es gibt dieses Geld nicht! Es hat als Bargeld (gesetzliches Zahlungsmittel) nie existiert.

Das zu glauben fällt sicher schwer, da Sie ja jeden Tag Online-Banking machen und mit EC-Karte bezahlen können. Sie können auch jeder Zeit am Geldautomaten Ihr ganzes Geld abheben! Oder? Können Sie wirklich über Ihr Geld verfügen, oder gibt es da vielleicht Obergrenzen (Limits)?

Dieses andere Geld ist Computergeld. Es existiert nur virtuell in den Computern der Banken und Versicherungen. Dieses Computergeld ist auch kein gesetzliches Zahlungsmittel von der EZB!

Der überwiegende Teil unserer Geld-Sparguthaben besteht aus diesem elektronischen Computergeld. Aus Einsen und Nullen, aus Bits und Bytes (00101100) auf den Festplatten der Bankcomputer. Nur 10% sind durch Banknoten und Münzen (gesetzliches Zahlungsmittel) abgedeckt.

Bleibt zu hoffen, dass der Bank-Computer nicht abstürzt und keiner den Stecker zieht!

Wie kommt eigentlich unser „Geld“ in den Computer und was passiert da?

Was geschieht wirklich bei Überweisungen und welche Auswirkungen hat das auf die Sicherheit Ihrer Ersparnisse bei Banken, Versicherungen und Bausparkassen?

Die Antworten auf diese und andere spannenden Fragen, bekommen Sie im nächsten Teil.

 

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